Escape Room Spandau

Die Vorgeschichte

Ein Turm, der über Nacht leer wurde

Das hier erzählt euch der Nachtwächter auch selbst, im Chat, bevor die Uhr läuft. Wer lieber in Ruhe vorher liest, liest es hier. Verraten wird nichts: keine Station, keine Aufgabe, keine Antwort.

Der Reichskriegsschatz verließ die Zitadelle in den ersten Augusttagen 1914, auf Lastwagen, unter Bewachung. In derselben Nacht kam der Nachtwächter nicht von seiner Runde zurück. Es hieß, er habe etwas mitgenommen. Bewiesen hat das nie jemand, gefragt hat auch keiner mehr, es war Krieg.

Er geht die Runde immer noch. Elf Stationen, zwei Stunden und fünfundvierzig Minuten, und er behauptet, heute schafft die keiner mehr mit ihm. Nicht weil die Beine fehlen, sondern weil keiner mehr hinsieht.

Er hat nichts versteckt. Alles, wonach er fragt, steht seit Jahrhunderten offen in der Stadt herum, in Stein, in Bronze, über Toren. Ihr lauft nur jedes Mal daran vorbei. Er meldet sich, sobald ihr den Code eingebt, und bleibt die ganzen 4,8 Kilometer über bei euch. Er schickt euch zur nächsten Station, stellt die Aufgabe und wartet. Antworten, Zwischenfragen und seine spitzen Bemerkungen laufen alle über dasselbe Chatfenster.

Was zählt, ist Hinsehen. Keine Aufgabe lässt sich vom Sofa aus lösen, keine Antwort steht im Netz. Schafft ihr elf von elf, bevor seine Runde um ist, erzählt er euch am Reformationsplatz, warum er in jener Nacht nicht am Turm war.

Der Nachtwächter

Nachgestellte Aufnahme: ein Nachtwächter im langen Mantel mit Laterne im Torbogen der Zitadelle.
Der Nachtwächter, letzte bekannte Aufnahme

Was davon stimmt

Der Turm und das Gold hat es gegeben

Der Reichskriegsschatz lag ab 1874 wirklich im Juliusturm der Zitadelle Spandau, und er wurde in den ersten Augusttagen 1914 wirklich herausgeholt. Der Turm steht bis heute leer.

Der Nachtwächter ist erfunden. Es hat in jenen Jahren Wachleute der königlichen Werke gegeben, mit Laterne und Stundenzettel, aber diesen einen hat es nicht gegeben, und die Nacht, in der er nicht zurückkam, ist unsere Erfindung. Alles, wonach er unterwegs fragt, steht dagegen echt in der Stadt: in Stein, in Bronze, über Toren.

Die Bilder auf dieser Seite sind nachgestellte Szenen im Stil einer Aufnahme von 1914, kein Archivmaterial.

Und dann?

Elf Stationen, 4,8 km, 2:45 Stunden

Ihr bekommt einen Code, gebt ihn ein, wann ihr wollt, und er meldet sich. Die Uhr läuft erst, wenn ihr sie startet.